Skibbereen Norman Pride of Ireland


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Über Uns

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Als im Jahre 1996 der Irish Setter Rüde Indiana vom Rother Berg, genannt Indy, bei uns einzog, veränderte sich unser Alltag ganz enorm.

Bereits als 12jähriger Teenager begann für mich das Interesse für diese wunderschöne Rasse. Ich kam täglich auf meinem Weg zur Schule an einer Metzgerei vorbei, in deren Riesengarten mich eine Irish Setterhündin namens Senta mit leuchtenden Augen begrüßte. Als besonderes Ritual hatten wir für uns beide einen gemeinsamen Wettlauf am Gartenzaun gefunden. Mir tat es damals so leid, dass sie aufgrund des arbeitsintensiven Berufes von Herrchen so wenig Auslauf hatte. So fragte ich nach einiger Zeit vorsichtig nach, ob ich Senta vielleicht nach der Schule einmal ausführen dürfte. So geschah es, dass ich in den folgenden zwei Jahren nur diese liebenswerte Setterhündin im Kopf hatte und mit ihr sehr viel Freizeit verbringen durfte.. Wir hatten eine schöne Zeit miteinander und als eines Tages Senta mit knapp 12 Jahren ganz plötzlich verstarb, stand für mich fest: irgendwann werde ich meinen eigenen Setter im Haus haben, irgendwann…

Aufgrund meiner sportlichen Aktivitäten und Berufstätigkeit war es mir jahrelang nicht möglich, einen eigenen Hund zu halten, aber der große Wunsch nach einem eigenen Setter blieb bestehen. Als ich meinen Mann mit der kleinen Mischlingshündin Lucky kennenlernte und diese im Sommer 1996 verstarb, war für mich klar: jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um mir meinen langersehnten Traum zu erfüllen.

So zog im Oktober 1996 der einjährige Irish Setter Rüde Indy (Indiana vom Rother Berg) aus der Hobbyzucht von Norbert Spalt bei uns ein. Er hielt uns ganz schön auf Trab, da er zuvor beim ersten Besitzer nicht viel gelernt hatte. Und ein Setter ohne Aufgabe, ja, Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wohin das führt. Ein Flegel durch und durch, da war so manche Nuss zu knacken. Es dauerte eine Weile, bis aus ihm ein wundervoller Lebensbegleiter und Kumpel in allen Lebenslagen wurde. Mit Indy verband mich all die Jahre eine tiefe, innige Freundschaft. Durch ihn lernte ich das wundervolle Wesen, das Interesse an der Natur und die gewaltige Lebensfreude dieser Rasse kennen und schätzen. Als er nach 12 gemeinsamen wundervollen Jahren im Mai 2008 mit 13 Jahren verstarb, dachte ich, die Welt bleibt stehen. Diese innere Leere konnte nur durch einen neuen Setterbub ausgefüllt werden. So entschlossen mein Mann und ich diesmal, uns einen Welpen ins Haus zu holen.

Bei der Forschung nach Indy’s Vorfahren gelangte ich durch Zufall an Familie Wicker aus dem Westerwald, die aus dem N-Wurf (gerade geboren) im Skibbereen Kennel noch zwei Rüden zu vergeben hatte. Was war die Freude groß, als mein Mann und ich die kleinen Braunnäschen einmal besuchen durften. Mit der Fotokamera mußte ich alle im Bild festhalten und so geschah es, dass ich zwischen Rüde B und D auswählen konnte. Zum damaligen Zeitpunkt erkannte ich den charakterlichen Unterschied der beiden Welpen noch nicht, bis sich Rüde B-unser Norman- im Alter von 7 Wochen beim Fotografieren plötzlich neben mich setzte und ganz erwartungsvoll zu meinem Mann hochschaute, als wenn er sagen wollte: „dies ist mein neues Frauchen, ok?“ Im Alter von 13 Wochen holten wir Norman 2008 zu uns nach Aachen.


 

Seit dieser Zeit war er unser ständiger Begleiter und ich mochte keine Minute mit ihm missen. Natürlich erforderte es viel Zeit und Mühe, ihm alle Grundausbildungen und zusätzliche Jagdausbildungen zu ermöglichen, aber all dies hatte sich mehr als gelohnt, so dass aus Norman ein ausgeglichener und glücklicher Setter geworden ist.


 

Wir haben so manche Nationale und Internationale Hundeausstellung erfolgreich besucht, voller Stolz den einen oder anderen Pokal erworben, die natürlich in unserem Regal alle einen besonderen Ehrenplatz erhalten haben. Aber am liebsten sind wir in unserer Freizeit so oft es geht an die holländische Küste auf die Halbinsel Zeeland gefahren, wo wir nahe der Dünen von Oostkapelle ein zweites Zuhause gefunden haben. Dort kam Normans Nase bei all den Fasanen, Enten und Rehwild immer voll zum Einsatz  und er war nur mit viel Mühe vom Strand bzw. aus den Wellen der Nordsee wegzuholen (näheres hierzu in unserer Fotogalerie. )

Da Norman mit seinem liebevollen Wesen und seiner Ausstrahlung sehr viele Menschen überzeugen konnte, hatten wir uns entschlossen, ihn auch als Deckrüden für schöne Verpaarungen einzusetzen. Dabei stand vor allem im Vordergrund, gesunde und wesensfeste Verbindungen einzugehen.
Norman hat erfolgreich einige Nachkommen gezeugt, die weltweit liebevolle Familien gefunden haben. Wir waren sehr stolz darauf, dass sich nicht nur sein Aussehen, sondern auch seine liebenswerten Charaktereigenschaften weitervererbt haben.
Norman konnte mit uns seine pure Lebensfreude und Aktivitäten in vollen Zügen ausleben, er durfte gelegentlich auch bei jagdlichen Einsätzen noch mitwirken. In unserer Freizeit sind wir viel in die Berge gefahren, er ist Ende 2018 noch Veteranensieger geworden, wir haben seine Babies aus dem Kennel „von der Osterpforte“ besucht, wir haben seine Enkelkinder in Aschaffenburg mit einem Besuch überrascht, wir haben noch einen Seniorencheck machen lassen, wo wir erfuhren, dass sich Norman in bester Gesundheit befindet -wir schwebten auf Wolke 7- alles schien so perfekt und dann wird uns unser Herzensbub durch einen Unfall aus dem Leben gerissen- 5 Wochen hat er sich mit dieser Verletzung herumgeschlagen- weder die Ärzte noch wir haben ahnen können, dass er an den Spätfolgen dieser Verletzung sterben könnte. Wir standen alle unter Schock, waren wie gelähmt und wollten die Realität nicht wahrhaben. Wie sehr hatte ich mir gewünscht, noch einen Abkömmling von Norman zu haben, der dann auch noch von ihm erzogen wird. Er hatte doch stets so viel Freude daran, wenn ein Töchterchen oder ein Sohn von ihm zu Besuch kam. Er ging so geduldig und liebevoll mit ihnen um, brachte ihnen in kurzer Zeit so viele Dinge bei- all diese Wünsche waren jetzt wie eine Seifenblase zerplatzt.
In unserer tiefen Trauer haben wir durch einen Zufall dann Lilly kennengelernt. Ihrem richtigen Namen „Gwendeavour’s A Little Miss Sunshine“ wird sie mehr als gerecht: mit ihrer liebenswerten Art und ihren Kulleraugen hatte sie uns überzeugt und so holten wir sie Anfang Mai 2019 im Alter von 10 Wochen zu uns.


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